Schiedsrichter-News

12.02.2017 - Ehrung der Aktion Danke Schiri in Barsinghausen

Jörn Peters (re.) und Felix Heuer (KSA OLLDEL)
Jörn Peters (re.) und Felix Heuer (KSA OLLDEL)

„Danke Schiri“ – diese zwei Worte fallen auf Deutschlands Sportplätzen viel zu wenig, standen dafür aber um so nachdrücklicher über einer Ehrungsveranstaltung der DEKRA und des Niedersächsischen Fußballverbandes am vergangenen Wochenende in Barsinghausen.

„Schiedsrichter machen nicht irgendeinen Job, um damit Geld zu verdienen. Ihr Spesensatz liegt deutlich unter dem Mindestlohn. Schiedsrichter stehen aus Überzeugung für Fair-Play ein und ermöglichen Fußballern einen geordneten Spielbetrieb. Stellvertretend für alle Schiedsrichter in Niedersachsen ehren wir heute 12 Kameradinnen und Kameraden, die durch besonderen Einsatz aufgefallen sind, die mit Leidenschaft ihrer Aufgabe nachgehen und sagen zu ihnen voller Stolz ´Danke Schiri´“, so begrüßte der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses Bernd Domurat (Wilhelmshaven) die Preisträger und Gäste im Besucherbergwerk Barsinghausen.

Zu diesen 12 gehörte auch Jörn Peters vom Delmemhorster TB. Seine Verdienste würdigte der Vorsitzende des Bezirksschiedsrichterausschusses Weser-Ems Georg Winter: „Wir haben Jörn Peters aus den Vorschlägen der Kreise ausgewählt, weil er mehr macht, als nur viel pfeifen: sein gesamtes Engagement für das SR-Wesen unterscheidet ihn von vielen anderen Schiedsrichtern, denn er bildet junge SRA aus, unterstützt bei Anwärterlehrgängen, fährt junge SR, die keine Fahrtmöglichkeit haben zu Spielen, dazu ist besonders lobenswert, dass er derzeit viel Einsatz zeigt, um einen neuen italienischen SR-Kollegen zu integrieren, der neu im Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst ist. Dazu ist Jörn ehemaliger Kreis-Schiedsrichter-Obmann in Delmenhorst war Mitorganisator der letzten Schiedsrichter-Weihnachtsfeier.

„Danke Schiri“ ist der Titel einer bundesweiten Ehrungsaktion des DFB, die durch die DEKRA unterstützt wird. Die DEKRA zeigt dabei einmal mehr, dass sie nicht nur die Schiedsrichter der Bundesliga unterstützt, sondern auch den Regelhütern im Amateursport verbunden ist. Der Leiter der Niederlassung Hannover, Andreas Gugat, dazu: „Die Unparteiischen und wir Sachverständige haben vieles gemeinsam. Wir stehen für Unabhängigkeit und Sicherheit, Sie auf dem Platz, wir im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz“. Den Stellenwert ihrer Ehrung konnten die Preisträger auch an den Grußworten von NFV-Präsident Karl Rothmund erkennen, der eine Parallele zwischen den Preisträgern und dem Veranstaltungsort, dem Zechensaal des Besucherbergwerks Barsinghausen, zog: „Dieses Bergwerk ist Jahrzehnte nach seiner Stilllegung mit viel ehrenamtlichem Einsatz zu einem Besucherbergwerk gemacht worden. Hier trifft Ihr ehrenamtlicher Einsatz im Sport auf andere Ehrenamtliche. Die DEKRA ist uns dafür ein guter Partner.“

Neben Urkunden und Präsenten, erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger einen Gutschein für eine Übernachtung im Sporthotel Fuchsbachtal des Verbandes. Auf diese Weise sollen auch die Partnerinnen und Partner einen Ausgleich dafür erhalten, dass die Schiedsrichter so oft auf dem Platz stehen und nicht zu Hause sind. Abgerundet wurde der Tag mit einer Einfahrt in den Klosterstelle, 100 Meter unter dem Deister. Die Schiedsrichter bekamen einmal einen ganz anderen Blick auf Barsinghausen, denn sonst sehen sie oft nur die Sportanlagen. Und auch zum Sponsor DEKRA passte die Einfahrt, denn die Bedeutung von Maßnahmen zur Arbeitssicherheit wurde unter Tage deutlich vor Augen geführt.

Jörn Peters zeigte sich erfreut über die Ehrung: „Ich war total überrascht, als der Anruf von Georg Winter kam“ und begründete seine sportliche Leidenschaft auch gleich: „Schiedsrichter zu sein bedeutet für mich Teil des Spiels zu sein. Ich sorge dafür, dass ein Wettkampf zwischen zwei Mannschaften regelkonform abläuft, incl. aller Emotionen, und muss Entscheidungen und Bewertungen sekundenschnell treffen und auch durchsetzen. Das macht jedes Spiel so interessant, ist aber auch im normalen Leben von Vorteil.“

07.01.2017 - Jungschiedsrichterturnier

Bild und Text: Sascha Rustler

Am 7. Januar 2017 fand im Landkreis Stade die mittlerweile 35. Auflage des jährlich aus- getragenen Jungschiedsrichter- Turniers des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) statt.

Unter den 32 Teilnehmern aus 30 Fußballkreisen war auch eine Auswahl des hiesigen Kreises Oldenburg-Land / Delmenhorst. Neun Jungschiedsrichter machten sich bereits am Freitag auf den Weg an die Elbe, um gemeinsam mit 450 weiteren Unparteiischen aus ganz Niedersachsen in Himmelpforten an der traditionellen Eröffnungsveranstaltung teilzunehmen. Begleitet wurde das Team von Sven Schlickmann, Felix Heuer, Lukas Tepe und Sascha Rustler.

Nachdem am Abend das gemütliche Beisammensein und der Austausch mit anderen Jungschiedsrichtern auf dem Programm stand, folgte nach der Übernachtung in der Stader Jugendherberge am Samstag das sportliche Kräftemessen. In sechs Sporthallen traten die Teams in der Vorrunde gegeneinander an.

In Apensen traf die Auswahl des Kreises Oldenburg-Land / Delmenhorst im ersten Spiel auf den Mitfavoriten Osterholz. In einem ausgeglichenen Spiel hielten beide Torhüter ihre Kästen sauber und so stand es am Ende leistungsgerecht 0:0. Im zweiten Spiel gegen Aurich drehten die fußballerisch talentierten Jungschiedsrichter dann mächtig auf. Nachdem die Ostfriesen die frühe Führung noch ausgleichen konnten, fegte das Team um Torhüter Maximilian Hiller die Gegner mit 6:1 aus der Halle. Das dritte Spiel gegen den Kreis Cloppenburg gewann man ungefährdet mit 2:0. Als nächstes stand das Duell mit dem Kreis Leer-Emden auf dem Plan. Nach einer 2:0-Führung fühlte man sich zu sicher und die Ostfriesen drehten das Spiel in kurzer Zeit auf 2:3. Um die Zwischenrunde aus eigener Kraft erreichen zu können, musste ein Unentschieden her. Glücklicherweise gelang noch das 3:3, nachdem sich der Gegner in der hektischen Schlussphase eine Zeitstrafe einhandelte und in Unterzahl spielte. Der Einzug in die Zwischenrunde wurde dann durch ein 3:1 gegen die sieglose Vertretung aus dem Kreis Vechta endgültig klar gemacht. Am Ende verpasste man den Gruppensieg allerdings aufgrund der um ein Tor schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Kreis Osterholz denkbar knapp.

Auf mittlerweile spiegelglatten Straßen machte sich das Team auf den Weg zur Sporthalle Fredenbeck, wo am Nachmittag die Zwischen- und Finalrunde gespielt wurden. In einer Dreiergruppe traf man auf die Vertretungen aus den Kreisen Celle und Friesland. Nur der Gruppensieger sollte das Halbfinale der Finalrunde erreichen und so waren alle Spiele der Zwischenrunde deutlich taktischer geprägt, als noch in der Vorrunde. Da sich mit Ole Braun und Gabriel Kaya zwei Spieler auf den Heimweg machen mussten, um Ihre Vereinsmannschaft am Abend zu unterstützen, fehlte es in Fredenbeck zusätzlich an offensiver Durchschlagskraft. Das Duell gegen Celle endete 0:0. Da Friesland gegen Celle im Anschluss deutlich mit 4:0 gewann, benötigte man im letzten Spiel gegen den Kreis Friesland einen Sieg. Man agierte aus einer geordneten Defensive und hielt hinten die Null. Mit ein wenig Glück wäre in der letzten Spielminute fast der Führungstreffer gefallen, aber der Ball strich einige Zentimeter am Pfosten vorbei. So blieb auch dieses Spiel torlos und man musste ohne eine einzige Turnier-Niederlage die Segel streichen.

Die Auswahl spielte ein tolles Turnier und alle Beteiligten waren vom gesamten Flair des Wettbewerbs und der Abendveranstaltung begeistert. Auf dem Rückweg stand noch ein gemeinsamer Restaurantbesuch auf dem Programm. Hier bekundeten alle Spieler, die auch im nächsten Jahr noch für die Junioren spielberechtigt sind, dass sie auch im kommenden Jahr im Kreis Emsland wieder dabei sein möchten.  

Kader (Foto vorne von links): Gabriel Kaya (3 Tore), Tom Mann (1), Ole Braun (7), Elias Schröder, Torwart Maximilian Hiller, Moritz Bommers (1), Jan-Luca Rustler (1), Leon Hoppe (1), Marvin Müller. Trainer/Betreuer (Foto hinten von links): Sascha Rustler, Lukas Tepe, Felix Heuer, Sven Schlickmann (fehlt auf dem Foto).

22.12.2016 - Ehrung Aktion "DANKE Schiri"

Kreisvorsitzender Erich Meenken (li.) mit KSO Harald Theile (re.) und den Siegern J. Peters, B. Kenar und U. Hense

Zum wiederholten Mal führt der DFB mit Unterstützung der DEKRA als Sponsor auch in diesem Jahr die Aktion "Danke Schiri" durch.

Damit ist auch die Hoffnung verbunden, dass diese Aktion wiederum eine hohe Aufmerksamkeit erfährt und dazu beitragen kann, dass die bereits ausgebildeten Schiedsrichter durch diese Form der Anerkennung ihrer schwierigen und herausfordernden Tätigkeit auch weiterhin gehalten werden können und zudem neue Sportkameraden auf dieses schöne Hobby aufmerksam gemacht werden.
Jeder Kreis ist aufgefordert, jeweils einen Schiedsrichter über 50, einen unter 50 sowie eine Schiedsrichterin auszuwählen, die diese Anerkennung in diesem Jahr verdient haben. Im Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst fiel die Wahl des zuständigen Kreissschiedsrichterausschusses in diesem Jahr auf nachfolgende Schiedsrichter(-in):

  • über 50:    Uwe Hense (pfeift für den TSV Ippener)
  • unter 50:   Jörn Peters (pfeift für den Delmenhorster TB)
  • Schiedsrichterin:   Belgin Kenar (pfeift für den TV Jahn Delmenhorst)

    Alle drei Schiedsrichter  zeichneten sich im zurückliegenden Jahr aus durch eine recht hohe Anzahl an Spielleitungen sowie ihre ständige Bereitschaft auch kurzfristig Spielleitungsaufträge zu übernehmen und nicht zuletzt auch durch ihr weiteres Engagement für das Schiedsrichterwesen wie z.B. das Coachen und Fortbilden junger Schiedsrichter. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden ihnen dafür in Gegenwart von Schiedsrichterobmann Harald Theile und dem Kreisvorsitzenden Erich Meenken Urkunden sowie eine kleines Präsent des DFB überreicht, wobei KSO Theile anmerkte, dass es immer schwierig sei, aus einer Vielzahl von guten und engagierten Schiedsrichtern Einzelne hervorzuheben.

09.12.2016 - Schiedsrichter-Weihnachtsfeier

Am Freitag, den 09.12.2016 konnte die Schiedsrichter des hiesigen Kreises nach dem Besuch von Bundesliga-Schiedsrichter Harm Osmers das nächste Highlight erleben.
Im Vereinsheim des SV Tur Abdin Delmenhorst fand die Weihnachtsfeier der Kreis-Schiedsrichter statt. KSO Harald Theile konnte neben dem fast komplett anwesenden Kreis-SR-Ausschuss knapp 40 Schiedsrichter begrüßen, die sich bei gutem Essen und kühlen Getränken über das vergangene Jahr bzw. die Hinserie der Saison 2016/2017 unterhielten.

Nachdem sich die Grillspezialitäten und Beilagen fast vollständig verzehrt wurden, begannen die Organisatoren Frank Dobroschke, Jörn Peters und Carsten Radtke mit der obligatorischen Knobelrunde. Hier wurden hochrangige Preise ausgeknobelt, angefangen bei kleinen Taschenhandwerkersets, über Schiedsrichter-Trikots bishin zu Wert-Gutscheinen für MediaMarkt oder Sport Duwe. Sieger mit 47 von möglichen 54 Punkten wurde der SK Manfred Blauhut.
Nochmals vielen Dank an die Organisatoren Dobroschke, Peters und Radtke!

Knobelgewinne

17.11.2016 - Bundesliga-Schiedsrichter Harm Osmers besucht Lehrabend

Harm Osmers und KSO Harald Theile

Gut besucht war der Lehrabend am 17.11.2016 der Schiedsrichter des Kreises Oldenburg-Land / Delmenhorst, was auch nicht anders zu erwarten war, denn diesen Lehrabend gestaltete kein geringerer als Bundesliga-SR Harm Osmers aus Hannover.

Auf Initiative von Lehrwart Sven Schlickmann war er trotz vollen Terminkalenders der Einladung in den Kreis gefolgt. In seinem einstündigen Referat skizzierte er in seiner sympathischen Art zunächst die Entwicklung des Schiedsrichterwesens von einst bis heute sowie seinen persönlichen Werdegang. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welche Disziplin ein BL-Schiedsrichter aufbringen muss, um den hohen körperlichen und mentalen Anforderungen sowie dem ständig wachsenden, medialen Druck gerecht zu werden, denn die „Fernsehwirklichkeit“ fließt bekanntermaßen nicht unmaßgeblich in die Bewertung einer Spielleitung mit ein. Im weiteren ging er auch u.a. auf das zukunftsorientierte System des „Video Assistant Referee“ ein, das derzeit bei ausgesuchten Spielen schon im „Offline-Modus“ erprobt wird und gewährte dabei einen interessanten Einblick in die Routineabläufe vor, während und nach einem Bundesligaeinsatz.

Abschließend stellte er sich den zahlreichen Fragen der Kreisschiedsrichter und leistete so seinen Beitrag zu einem kurzweiligen, unterhaltsamen Lehrabend. Kreisschiedsrichterobmann Harald Theile bedanke sich mit einem kleinen Präsent bei Harm Osmers und wünschte ihm im Namen der Kreisschiedsrichter für die weiteren Spielleitungen in der Bundesliga einen erfolgreichen Saisonverlauf und ein stets glückliches Händchen bei seinen Entscheidungen.

19.08.2016 - SR-Beobachtungslehrgang in Sögel

Am 19./20.08.2016 fand der Schiedsrichter-Beobachtungslehrgang der Bezirksliga-Schiedsrichter in der Sportschule Sögel statt.
Aus unserem Kreis wurden Adrian Becker, Thore Güldner, Nico Menke und Dominik Wiltfang entsendet. Menke war kurzfristig für den verletzten Julian Maskow eingesprungen.
Alle vier bestanden sowohl die theoretische (30 Regelfragen), als auch die praktische (Helsen-Test) Leistungsprüfung und werden in der kommenden Saison bei Spielleitungen in der Bezirksliga beobachtet und können sich für Einsätze in der Landesliga empfehlen.
Der KSA wünscht viel Erfolg für die anstehenden Spielleitungen!

22.06.2016 - Leistungsprüfung der Kreis-Schiedsrichter

Harald bei der Zeitnahme

Der Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) hat die obligatorische Leistungsprüfung der Kreisschiedsrichter auch in diesem Jahr wieder im Krandelstadion des VfL Wildeshausen durchgeführt.

Bei sommerlichen Temperaturen mussten die 35 Teilnehmer zunächst 30 Regelfragen beantworten, die von den Lehrwarten Sven Schlickmann und Felix Heuer erstellt wurden, um damit den regeltechnischen Leistungsstand zu überprüfen. Die neuen Regeländerungen, wie sie derzeit bei der EM in Frankreich und ab der neuen Saison in allen Klassen gelten, wurden dabei wegen der nicht ausreichenden Umsetzungszeit verständlicherweise noch nicht berücksichtigt.

Anschließend ging es zum praktischen Teil der Leistungsprüfung.
Unter den kritischen Augen von SR-Obmann Harald Theile, der die Laufdisziplinen auf der von Platzwart Uwe Kricke bestens hergerichteten Aschenbahn koordinierte, mussten alle Teilnehmer zunächst einen 12-Minuten-Lauf durchführen, und nach einer kurzen Regenerierungspause noch jeweils einen Sprint über 200m und 50m absolvieren.
Mit den Leistungen der Teilnehmer – insbesondere angesichts der hohen Außentemperaturen – zeigte sich der KSA recht zufrieden.

 

Den Abschluss dieser Prüfung bildete wieder der obligatorische „Saisonausklang“ im Garten und in den Räumlichkeiten des „VfL-Treffs“, an dem dann auch weitere Schiedsrichter teilnahmen, die sich der Prüfung nicht zu stellen brauchten.
VfL-Vereinswirt Martin Weber hatte wieder alles bestens vorbereitet, so dass die Teilnehmer bei leckerem Essen und gut gekühlten Getränken im Rahmen informeller Gespräche für ihre gezeigte Leistungsbereitschaft in der abgelaufenen Saison wohltuend entschädigt wurden.

Der KSA bedankt sich beim VfL Wildeshausen für die Bereitstellung der Sportanlage!

14.06.2016 - Theodor Potiyenko steigt in die Regionalliga auf

Aufgrund seiner sehr guten Saison in der A-Junioren-Bundesliga und den guten Leistungen in der Herren Oberliga Niedersachsen wird Theo Potiyenko (Hude) mit Beginn der Saison 2016/2017 Spiele in der Regionalliga Nord leiten.

Potiyenko, seit 2007 Schiedsrichter, belegte in seiner 1. Saison in der A-Jugend-Bundesliga gleich die Spitzenposition und pfiff in der vergangenen Saison dort z. B. das Nordduell Werder Bremen – Hamburger SV. Seit 2,5 Jahren ist er ebenfalls in der Herren Oberliga Niedersachsen aktiv.

Darüberhinaus zeigte er sich bei den jeweiligen Lehrgängen der Spitzenschiedsrichter des Norddeutschen- und Niedersächsischen Fußballverbandes durch Absolvieren des Helsen-Tests in sehr guter körperlicher Verfassung und bestand auch den obligatorischen Regeltest mühelos.

Der KSA wünscht Theo weiterhin „Gut Pfiff“ in den Junioren Bundesligen und der Regionalliga Nord, in der ab der Saison 2016/2017 auch das Freistoß-Spray durch die Schiedsrichter zum Einsatz kommen wird.

04.05.2016 - Krombacher Kreispokal-Finale

Schiedsrichter-Ansetzung

Für das diesjährige Kreispokalfinale am Mittwoch, den 04.05.2016 um 19:30 auf der Sportanlage des Delmenhorster TB hat der Kreisschiedsrichterausschuss den Sportkameraden Lasse Braun (Bookholzberger TB) nominiert.
Er leitet die Partie der beiden Kreisligisten des VfR Wardenburg und des TSV Ganderkesee II.
Unterstützt wird er von den Schiedsrichter-Assistenten Sven Schlickmann und Per-Ole Wendlandt.

Für Braun, der nach der Saison berufsbedingt einen Verbandswechsel nach Hessen vornehmen wird, ist dies sei letztes Spiel als Schiedsrichter in unserem Fußballkreis. Derzeit pfeift Lasse Spiele bis zur B-Junioren-Bundesliga und Herren Oberliga Niedersachsen.

Der KSA wünscht Lasse für seine berufliche, sowie sportliche Zukunft alles Gute!

09.01.2016 - Jungschiedsrichterturnier

Nachbericht zum Jung-SR-Turnier von Ulrich Doepner

Um 8.45 Uhr machten sich Felix und ich mit insgesamt 7 Spielern (Gabriel Kaya,Tayfun Kurt, Ninos Youssef,Ole Braun, Elias, Maxi Hiller und Felix Walczak) auf den Weg in die Landeshauptstadt.

Wir spielten zunächst in der Vorundengruppe C. Spielort war die neue Halle der IGS Mühlenberg, die wir gegen 10.15 erreichten. Alles war perfekt vorbereitet und organisiert! Zur Unterstützung kamen auch Harald Theile und Georg Winter.

Unsere Jungs legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach wenigen Sekunden gingen wir gegen Lüneburg 1 mit 1:0 in Führung. Endergebnis: ein für Lüneburg schmeichelhaftes 0:5.
Das 0:1 gegen Hameln/Pyrmont war überflüssig wie ein Kropf. Wir hatten Chancen ohne Ende und kassieren kurz vor Schluss ein Ding. Verden war gegen uns klar besser.

Hier der Link zu den Ergebnissen: www.jsrturnier2016.de

Weiter ging es dann in der ca. 10 km entfernten Uni-Halle zur Zwischen- und Endrunde. Es war für die aus den anderen Hallen angereisten Teams NICHTS vorbereitet. Keiner wusste, was er machen soll! Umkleidekabinen waren immer noch mit den Namen der Vorrundenteams beschriftet.
Nach einer guten Stunde konnte ich mich zur Turnierleitung durchfragen. Die waren schlecht zugänglich im Unterrang der Tribüne. Man sagte mir lapidar, wir sollen uns doch einfach eine Kabine nehmen.
Egal welche. Der Stand für Essen und Trinken war draussen ausserhalb der Halle. M. E. ein Unding für die Spieler, die ja nicht warm angezogen waren.

Gegen 17.30 ging es dann weiter. Nach zähem Beginn gewannen wir gegen Cuxhaven 6:0. Zuwenig. Denn Hannover 1 hatte gegen die mit 7:0 gewonnen. - Gegen Hannover gingen wir sehr schnell wieder in Führung. Aber bei dem lauten Getöse von den Rängen zeigten unsere Jungs Nerven und fingen sich anfängerhaft zwei Dinger ein. Zwar konnten wir noch ausgleichen, aber das war halt nicht genug. Auch mussten wir eine 2-Minutenstrafe quittieren, die es in der Form zuvor bei keinem Spiel gegeben hat.
Freistöße und Eckbälle für uns konnten unbetraft durch vor den Ball stellen behindert werden. Auch wurde das Spiel von der Turnierleitung 30 Sekunden zu früh beendet. Ein Hannoveraner, der gegen uns nach Spielschluss tätlich wurde, konnte dies ungestraft machen. Bei anderen Spielen durften Hannoveraner (so wurde es mir zugetragen) Freistöße direkt verwandeln. Andere nicht.

Die Osterholzer konnten nach ihrem 1:2 n. E. im Halbfinale ähnliches erzählen.

Dennoch konnten wir gehobenen Hauptes nach Hause fahren. Unsere Jungs haben unseren Kreis sehr gut vertreten!

10.01.2015 - Jungschiedsrichterturnier

Bild und Text: Harald Theile

Jungschiedsrichter des Kreises OL-Land-Delmenhorst machen in Gifhorn das "Triple" perfekt.

Nachdem sie bereits in den letzten beiden Jahren ( 2013 in Lüneburg und 2014 in Bentheim) das alljährliche, vom NFV veranstaltete landesweite Jungschiedsrichterturnier gewinnen konnten, stellten die Jungschiedsrichter unseres Kreises (Jahrgang 1996 und jünger ) auch in diesem Jahr  einmal mehr ihre Klasse unter Beweis und konnten am Samstag in Gifhorn ( Bezirk Braunschweig ) zum dritten Mal in Folge den Titel erringen.

Unter der bewährten Teambetreuung von Sven Schlickmann, Felix Heuer, Theo Potiyenko und Lasse Braun erreichte die Mannschaft unseres Kreises  souverän das Finale.

Nachdem sie alle Spiele in der Vor- und Zwischenrunde ohne Niederlage überstanden hatten, machten es die Jungschiedsrichter dann im Finale gegen Osnabrück-Stadt allerdings so richtig spannend. Bei schon fast verloren geglaubtem Endspiel mit einem Tor Rückstand erzielte Taifun Kurt (DTB) quasi in letzter Sekunde den nicht mehr erwarteten, aber so wichtigen Ausgleichstreffer und machte damit das anschließende 9 m – Schießen erforderlich. Dabei hatte unser Team die besseren Nerven und holten sich nicht zuletzt aufgrund der starken Torhüterleistung von Maximilian Hiller (TuS Heidkrug) schließlich den begehrten Titel. Eine tolle Teamleistung, die allerhöchsten Respekt verdient. Herzlichen Glückwunsch Jungs ! 

Weiterlesen: NFV-Bericht zur Veranstaltung in Gifhorn

02. Juni 2014 - Kreisleistungsprüfung

Foto: Sven Marquart (Wildeshauser Kreiszeitung)

Andre Bakenhus

Wildeshausen Am 02.06. fand im Krandelstadion des VfL Wildeshausen die 2. Kreisleistungsprüfung für Schiedsrichter des NFV-Kreises OL-Land/Delmenhorst statt, nachdem bereits am 20.05. die erste Prüfung in Delmenhorst angeboten wurde.

Nachdem die 34 Teilnehmer den theoretischen Teil (30 Regelfragen zum Ankreuzen mit möglichst nicht mehr als 5 Fehler – Bestleistung: Dominik Wiltfang[0 Fehler, Delmenhorst], Christian Mesenbrink, Niklas Janzen [je 2, Wardenburg]) hinter sich brachten, ging es nahtlos zum praktischen Teil über. Auf der Laufbahn nahm Kreisschiedsrichterobmann Harald Theile den 12-Min-Lauf („Cooper Test“), den 200-Meter-Sprint und den 50-Meter-Sprint ab. Hierbei glänzten besonders die Jung-Schiedsrichter Fynn Hehr (SC Dünsen) und Hannes Nehls (GW Kleinenkneten), die die größte Distanz hinter sich brachten.

Nachdem die Leistungsprüfung beendet war, ging es zum gemütlichen Teil des Abends über: Am und im Vereinsheim des VfL wurde die aktuelle Saison durch gemeinsames Essen und informelle Gespräche beendet.

11.01.2014 - Goldene Pfeife für Heiner Spark

Graftschaft Bentheim Seit mehr als 50 Jahren ist Heiner auf den Norddeutschen Fußballplätzen unterwegs. Anlässlich des Jungschiedsrichterturniers in der Graftschaft Bentheim wurde er mit der Goldenen Pfeife geehrt.

Artikel NWZ

11.01.2014 - Aufstieg von Theodor Potiyenko

Harald Theile

Eine Überraschung besonderer Art erlebte Teambetreuer Theo Potiyenko auf diesem Jung-SR-Turnier:

Auf der Abendveranstaltung des Turniers in der Mehrzweckhalle in Lohne/Wietmarschen, zu der bereits fast alle teilnehmenden Mannschaften angereist waren, wurde Theo auf die Bühne gebeten und  ihm u.a. in Anwesenheit des Präsidenten des nds. Fußballverbandes, Karl Rothmund, durch den Verbands-SR-Obmann Wolfgang Mierswa sowie Verbandslehrwart Bernd Domurat mitgeteilt, dass er wegen seiner sehr guten Beobachtungsergebnisse in der Hinrunde der Saison 2013/ 2014 sowie seines guten Einsdrucks im Talentkader des nds- Fußballverbandes und seines kontinuierlichen Engagements rund um das Schiedsrichterwesen im Kreis und Verband bereits zur Rückrunde der laufenden Saison in die Oberliga Niedersachsen aufsteigt und automatisch auch für die kommende Saison 2014 / 2015 gesetzt ist.

11.01.2014 - Titelverteidigung erfolgreich

von Harald Theile

Grafschaft Bentheim  Nachdem die Mannschaft des Kreises Oldenburg-Land / Delmenhorst bereits 2013 den Titel in Lüneburg erringen konnte, setzte sich das Team auch in diesem Jahr auf dem vom Kreis Graftschaft Bentheim organisierten Turnier unter der bewährten Team-Führung von Sven Schlickmann, Felix Heuer und Theo Potiyenko erfolgreich durch. Nach einem zweiten Platz in der Gruppe E nach der Vorrunde (siehe hierzu auch die Informationen auf der Homepage des NfV) erreichte das Team sehr souverän das Finale und konnte sich in diesem Spiel in der Euregium-Halle in Nordhorn nach einem 2 : 2 nach der regulären Spielzeit im anschließenden 9m-Schießen erfolgreich gegen den Finalgegner Hannover-Stadt I durchsetzen, nicht zuletzt auch deshalb, weil Torwart Marten Kischkat eine starke Leistung zeigte und zwei Schüsse abwehren konnte.

Zum erfolgreichen Team gehörten:
Christopher Demir, Martin Demir, Lukas Matta, Thore Sikken, Nils Klaassen, Ole Braun, Sebastian Kowalski sowie als Torwart Marten Kischkat.

Außerdem wurde Thore Sikken als erfolgreichster Torschütze des Turnieres zusätzlich mit einem Pokal ausgezeichnet.

Ob das Team im nächsten Jahr im Bezirk Braunschweig vom Kreis Gifhorn zu organisierenden Turnier das '"Triple" holen kann, bleibt abzuwarten......

08.01.2013 - Schiri Auswahl erreicht vierten Platz

Bericht vom Vareler Schiedsrichterturnier

Von Theodor Potiyenko

Am vergangenen Samstag, den 5. Januar 2013 waren unsere Schiedsrichter beim traditionellen Schiedsrichter-Turnier in Varel, Kreis Friesland, als Spieler unterwegs. Zum ersten Mal bestand die Mannschaft, basierend auf der Zusammenlegung der Kreise Delmenhorst und Oldenburg-Land, aus Schiedsrichtern beider Kreise. Mit einer neu gemischten Mannschaft konnte ein guter 4. Platz erreicht werden.

Das Turnier begann für unsere Mannschaft schleppend, da man sich gegen Wilhelmshaven, dem späteren Turniersieger, eine unnötige Niederlage (1:2) einfing. Hier merkte man den Spielern an, dass sie in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hatten. Im nächsten Spiel ging es gegen Friesland, dem Favoriten auf den Turniersieg. Hier konnte die Mannschaft durch eine überzeugende Leistung einen Sieg verbuchen (5:4), obwohl es nach einer 5:2-Führung eine Minute vor Schluss am Ende noch unnötigerweise spannend wurde.

Spannend wurde es im Spiel gegen Cloppenburg, in dem man 12 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer erzielen konnte (2:1). Auch hier war es unnötig, da man die dominante Mannschaft war und durch Unkonzentriertheiten ein knappes Ergebnis erst möglich machte. Jedoch lernte die Mannschaft aus ihren Fehlern und gewann souverän die beiden letzten Gruppenspiele gegen Emsland (4:2) und Leer (3:1).

Somit war man für das Viertelfinale qualifiziert, in dem man auf die Mannschaft aus Wittmund traf. Es entwickelte sich ein spannendes und umkämpftes Spiel, welches man letztlich für sich entscheiden konnte (1:0). Damit stand man im Halbfinale, in welchem es gegen die Mannschaft aus Osnabrück-Land zu spielen galt. In dem Spiel traf man auf eine sehr spielstarke Mannschaft, die unserem Team alles abverlangte. Nach einigen individuellen Fehlern lag man schnell hinten und konnte diesen Rückstand nicht mehr aufholen. Somit ging das Spiel verdientermaßen verloren (1:3). Die Enttäuschung über diese Niederlage war groß und dies machte sich beim 9m Schießen um Platz 3 gegen Friesland bemerkbar, welches ebenfalls verloren ging. Damit bleib der Mannschaft nur der 4. Platz.

Mit diesem Ergebnis konnte man zufrieden sein, obwohl die Mannschaft phasenweise gezeigt hat, dass mehr Potential in ihr steckt. Letztendlich verlief das Turnier fair und sportlich, so das man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen kann.

Team: Maximilian Dolch (TW), Falk Ölkers, Nils Klaassen, Salih Yalin, Christopher Demir, Mathias Demir, Mirko Thiele, Tobias Gieseke, Michael Ackermann, Gabriel Bierre, Felix Heuer (Betreuer) und Theodor Potiyenko (Betreuer).

06.12.2012 - FUTSAL Schulung: 26 Schiedsrichter aus dem Kreis bilden sich weiter

Von NWZ Sportredaktion

Landkreis Im Vorfeld der beginnenden Fußball-Hallenrunde (8.12. und 21.12.) der C- bis A-Junioren, die nach den Futsal-Regeln ausgespielt wird, haben sich die Schiedsrichter des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst bei diversen Weiterbildungen auf die entsprechende Spielleitung vorbereitet.

An insgesamt drei unterschiedlichen Futsal-Lehrgängen in Ganderkesee, Harpstedt und Barsinghausen nahmen 26 Schiedsrichter aus dem Fußballkreis teil. Unter der Leitung von DFB-Bundesliga-Futsal-Schiedsrichter Michael Ackermann aus Oldenburg, wurden die Spielleiter sowohl inhaltlich als auch methodisch weitergebildet. Neben theoretischem Lernstoff wurde das Gezeigte auch in Praxisübungen geschult.

Im Kreis stehen mittlerweile fast 45 aktive Futsal-Schiedsrichter für alle Spielleitungen bereit. Seit Beginn der Initiative von Doris Klaassen im Jahr 2010 wurden in den beiden Altkreisen und in im Großkreis fast 80 Futsal-Schiedsrichter ausgebildet.

An den Schulungen nahmen folgende Schiedsrichter aus dem Landkreis teil:
Alireza Amintavakoli (SV Tungeln), Maikel Demir, Ulrich Doepner, Michael Koch (alle TSV Ganderkesee), Fynn Hehr, Nils Klaassen (beide SC Dünsen), Sinar Karaca, Manuel Marcy (beide VfL Wildeshausen), Zeynal Kaya (FC Hude), Eike Schröder, Uwe Hense (beide TSV Ippener), Uwe Steffen (VfL Stenum) und Thore-Hans Güldner (TV Dötlingen).

28.09.2012 - Regionalliga Schiedsrichter Sven Schlickmann im Weser Kurier

Kommunikation statt Karten

von Christoph Bähr

Ganderkesee Sven Schlickmann ist sein halbes Leben lang Fußball-Schiedsrichter. Durch das Pfeifen reife die Persönlichkeit ungemein, sagt der Ganderkeseer, der viel lieber Spiele leitet als selbst gegen den Ball zu treten.

Im Alter von 15 Jahren begann Sven Schlickmann mit der Schiedsrichterei. Seit dem hat der heute 30-Jährige, der für den SV Tungeln pfeift, einen rasanten Aufstieg hingelegt und darf seit dieser Saison Spiele in der Regionalliga leiten. Foto: Ingo Möllers

Regionalliga, die vierthöchste Spielklasse – für die hiesigen Fußballvereine unerreichbar, auch nur wenige Spieler aus der Region schaffen den Sprung auf dieses Niveau. Sven Schlickmann dagegen ist seit Saisonbeginn regionalligatauglich: Durch gute Leistungen hat sich der Schiedsrichter aus Ganderkesee hochgearbeitet. Ab Bezirksebene werden die Unparteiischen beobachtet und bewertet. Zusätzlich müssen sie in der jährlichen Leistungsprüfung ihre Fitness und ihre Regelkenntnisse unter Beweis stellen. "Leistung ist wichtig, ein bisschen Glück gehört aber auch dazu", erzählt Schlickmann.

Es gebe eben solche und solche Spiele. Manchmal kann sich ein Schiedsrichter auszeichnen, manchmal nicht. Aus Punkten wie Persönlichkeit, Auftreten, Spielverständnis, Strafen und Zusammenarbeit mit den Assistenten ergibt sich eine Gesamtnote. "In einem Spiel, in dem wenig passiert, ist es schwierig, sich auszuzeichnen", berichtet Schlickmann.

 
Für solche Partien gebe es in der Bewertung die Standardnote 8,4 auf einer Skala, die zehn Punkte als Maximum ausweist. Der 30-Jährige, der für den SV Tungeln pfeift, hat solch eine Begegnung erst kürzlich erlebt. Es war ein Freitagabend in Wolfsburg: Auf dem Spielplan stand das Regionalliga-Duell zwischen der Reserve des heimischen VfL und der des FC St. Pauli.

Große Namen, und in Robin Knoche auf der einen sowie Benedikt Pliquett auf der anderen Seite mischten auch erstligaerfahrene Akteure mit. Ins mehr als 17.000 Zuschauer fassende VfL-Stadion hatten sich nur rund 170 Zuschauer verirrt. Wolfsburg gewann mit 3:0, Spannung oder Brisanz kam nicht auf. "Ich musste nur eine Gelbe Karte geben. Trotzdem muss man in solchen Spielen hellwach sein", berichtet Schlickmann.

Mit 18 Jahren in der Landesliga

Oft heißt es: Wenn über den Referee nicht geredet wird, hat er einen guten Job gemacht. Auch bei seinem Regionalligadebüt war Schlickmann nicht groß aufgefallen, zeigte nur einmal Gelb, als die Reserve des Hamburger SV mit 5:1 beim ETSV Weiche Flensburg siegte.

Eine überdurchschnittlich positive Bewertung bringen solche Spiele zwar nicht, doch Schlickmann hat es schließlich bereits bis in die Regionalliga geschafft. Angefangen hat der heute 30-Jährige vor 15 Jahren, als sein Heimatklub TSG Burhave Schiedsrichter suchte. Damals war Schlickmann noch selbst aktiver Fußballer, schnell machte es ihm dann aber mehr Spaß, die Rolle des Unparteiischen einzunehmen.

"Ich war auch nicht besonders gut, saß öfter auf der Bank", gibt Schlickmann zu. Ganz anders als Schiedsrichter: Nach nur drei Jahren durfte der damals 18-Jährige bereits Landesliga-Partien leiten.

"Der Wunsch, höherklassig zu pfeifen, war von Beginn an da", erinnert sich der Ganderkeseer. Es ging weiter aufwärts: Niedersachsenliga, A-Jugend-Bundesliga, Oberliga Nord. Zuletzt stand Schlickmann vier Jahre lang als Assistent in der Regionalliga an der Linie. Der 30-Jährige, der bei einem Steuerberater arbeitet, verbrachte die Wochenenden bei Spielen von Rot-Weiß Essen oder Preußen Münster mit vielen Tausend Zuschauern. Am meisten beeindruckt habe ihn die Stimmung beim Duell zwischen dem SV Meppen und dem VfB Oldenburg.

Aber auch die kleine Fußballwelt kennt der Ganderkeseer immer noch bestens. Alle drei bis vier Wochen darf er in der Regionalliga ran, dazwischen pfeift er Spiele bis hinunter in die Kreisliga, zuletzt die Begegnung TuS Heidkrug gegen den KSV Hicretspor (1:3). Einfacher sei das nicht unbedingt, betont der Unparteiische.

Zwar stehen in der Kreisliga oft nur 50 Leute um den Platz herum. "Aber dafür hört man jedes Wort, das sie rufen. Wenn 10000 Leute da sind, stehe ich als Schiedsrichter zwar mehr unter Beobachtung, kann das Publikum aber besser ausblenden." Schlickmann ist es wichtig, dass die Zuschauer seine Entscheidungen nachvollziehen können: "Man lernt, Gestik und Mimik zu nutzen. Alle sollen mitbekommen, was ich mache." Oft wird Schlickmann als "kommunikativer Schiedsrichter" beschrieben. "Ich rede mit den Spielern, zeige nicht sofort Karten."

Von Uli Borowka angeschrien

Dieser Linie blieb Schlickmann auch treu, als ihm Uli Borowka einmal aus wenigen Zentimetern Entfernung ins Gesicht schrie. Der Ganderkeseer fungiert regelmäßig als Schiedsrichter beim Hallenturnier für Ex-Profis in Oldenburg.

Einmal war der nicht gerade für seine Nächstenliebe bekannte Borowka mit einer Entscheidung Schlickmanns unzufrieden – und es wurde laut. Der frühere Nationalspieler schrie, Schlickmann schrie zurück – Fernsehkameras übertrugen die Szene live. Danach ging das Spiel weiter, eine Karte gab es nicht. "Wenn ich Borowka verwarnt hätte, wäre er wieder hochgegangen", erklärt der Unparteiische, der bisher noch keine Partie abbrechen musste. Er hebt dagegen die vielen positiven Aspekte der Schiedsrichterei hervor: "Ich bin viel unterwegs, lerne Leute kennen. Man reift durch das Pfeifen, lernt, selbstkritisch zu sein."

Technischen Hilfsmitteln steht Schlickmann, der auch Schiedsrichter-Lehrwart des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst ist, offen gegenüber. Bereits jetzt kommuniziert er über Funk mit seinen Assistenten. Auch einen Chip im Ball, der zweifelsfrei erkennt, ob der Ball im Tor war oder nicht, hält der Ganderkeseer für sinnvoll. Einen Oberschiedsrichter und Videobeweise während der Partie lehnt Schlickmann dagegen ab: "Unterbrechungen machen das Spiel kaputt."

Ob er künftig noch höherklassig als in der Regionalliga eingesetzt wird, vermag Schlickmann nicht zu sagen. "Der Wunsch, noch weiter aufzusteigen, ist da. Allerdings dürfte das schwierig werden, denn mit 30 Jahren gehöre ich in der Regionalliga schon zu den Alten." Schiedsrichter werden jedoch oft als Assistenten in der nächsthöheren Klasse eingesetzt, und somit ist die dritte oder gar zweite Liga für Schlickmann alles andere als meilenweit entfernt.

Seite zuletzt aktualisiert am: 22.02.2017

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